Es ist kurz nach halb neun am Abend. Die Kinder schlafen, die Küche ist aufgeräumt, und du sitzt endlich mit dem Laptop auf dem Sofa. Du öffnest Pinterest und klickst auf deine Statistiken. Da stehen ein paar hundert Impressionen. Und du hast keine Ahnung, ob das gut ist. Pinterest Statistiken verstehen fühlt sich in diesem Moment an wie eine Fremdsprache, die dir nie jemand beigebracht hat.
Du siehst Zahlen, aber keine Bedeutung. Du siehst Kurven, aber keine Richtung.
Irgendwo im Hinterkopf sitzt dieser leise Gedanke: Vielleicht funktioniert das bei mir einfach nicht.
Ich möchte dir heute etwas zeigen, das dir diesen Gedanken nimmt. Deine Zahlen erzählen dir wahrscheinlich längst, dass es läuft. Du liest sie nur an der falschen Stelle.
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Der Blick fällt automatisch auf die größte Zahl. Das ist völlig menschlich. Ganz oben in deinem Konto stehen die Impressionen, fett und auffällig, und genau dort bleibt das Auge hängen.
Nur sagt dir dieser Wert fast nichts über dein Business.
Impressionen bedeuten, dass dein Pin irgendwo aufgetaucht ist. Damit ist es aber auch schon getan. Er kann im Feed vorbeigescrollt sein, ohne dass ihn jemand wirklich angesehen hat. Trotzdem zählt Pinterest ihn mit.
Dann passiert Folgendes: Deine Impressionen steigen ein paar Wochen lang und fallen danach wieder. Du denkst, du hättest etwas falsch gemacht. Also änderst du dein Design. Danach deine Themen. Am Ende deine ganze Strategie.
Dabei ist womöglich gerade richtig viel Gutes passiert. Du hast es nur nicht gesehen.
Genau hier steigen die meisten aus. Nicht weil Pinterest nicht funktioniert, sondern weil ihnen niemand erklärt hat, worauf sie eigentlich schauen sollen.
Der Pin, der meinen Blick auf alles verändert hat
Ich habe monatelang meine Impressionen beobachtet. Und zwar jeden einzelnen Abend. Manchmal auch morgens vor der Arbeit, weil ich es einfach wissen wollte.
Irgendwann war ich müde davon. Die Zahl ging hoch, die Zahl ging runter, und ich hing daran wie an einem Wetterbericht.
An einem Abend habe ich dann zum ersten Mal woanders hingeschaut. Ich habe mir angesehen, welche Pins tatsächlich Menschen auf meinen Blog gebracht hatten.
Und da war er.
Ein Pin, den ich fast vergessen hatte. Kein besonderes Design, kein durchdachtes Thema, in zehn Minuten nebenbei erstellt. Dieser eine Pin hatte mehr Menschen auf meinen Blog geholt als alles, woran ich wochenlang gefeilt hatte.
Direkt daneben stand mein Lieblingspin. Wunderschön, stundenlang gebaut, dreimal überarbeitet. Viele Impressionen, kaum Klicks.
In diesem Moment habe ich verstanden, worum es bei Pinterest wirklich geht. Nicht darum, gesehen zu werden. Sondern darum, dass Menschen den nächsten Schritt zu dir machen.
Seitdem schaue ich zuerst auf eine ganz andere Zahl. Dazu gleich mehr.
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Die vier Zahlen in deinen Pinterest Statistiken
Pinterest zeigt dir eine ganze Menge. Für den Anfang reichen aber vier Werte völlig aus. Wenn du diese vier einordnen kannst, hast du beim Pinterest Statistiken verstehen das Wichtigste bereits geschafft.
Impressionen: wie oft dein Pin aufgetaucht ist
Impressionen zählen, wie oft dein Pin auf einem Bildschirm erschienen ist. Im Feed, in der Suche, in den Vorschlägen unter einem anderen Pin.
Diese Zahl fühlt sich groß an und ist deshalb so verführerisch. Sie sagt dir aber nur, dass Pinterest deine Inhalte ausspielt. Ob jemand sie tatsächlich wahrgenommen hat, weißt du damit nicht.
Betrachte Impressionen als Hinweis darauf, dass Pinterest dich überhaupt findet. Nicht mehr und nicht weniger.
Pin-Klicks: der erste echte Moment von Interesse
Ein Pin-Klick bedeutet, dass jemand deinen Pin angetippt hat. Hier wird es interessanter. Diese Person hat gescrollt, gestoppt und sich für dich entschieden.
Dein Bild hat also funktioniert. Dein Text auf dem Pin hat neugierig gemacht.
Wenn du viele Impressionen hast, aber kaum Pin-Klicks, liegt es fast immer am Pin selbst. Zu unruhig, zu unklar, zu wenig Versprechen darauf.
Speicherungen: das stille Kompliment
Eine Speicherung heißt, dass jemand deinen Pin auf einer eigenen Pinnwand abgelegt hat. Diese Person will ihn später wiederfinden.
Speicherungen sind ein sehr ehrliches Signal. Niemand speichert etwas aus Höflichkeit. Wer speichert, meint es ernst.
Für Pinterest ist das ebenfalls ein Zeichen. Ein gespeicherter Pin wird häufiger weiter ausgespielt, oft über Monate hinweg. Genau deshalb arbeiten deine alten Pins noch für dich, wenn du längst etwas anderes tust.
Ausgehende Klicks: die Zahl, die dein Business bewegt
Ein ausgehender Klick bedeutet, dass jemand über deinen Pin auf deiner Website gelandet ist. Auf deinem Blogartikel. Auf deiner Anmeldeseite. Am Ende bei dir.
Diese Person hat Pinterest verlassen, um dich kennenzulernen.
Das ist der eigentliche Zweck der ganzen Sache. Alles davor ist nur der Weg dorthin.
Die eine Zahl, auf die es wirklich ankommt
Wenn du dir aus diesem Artikel nur einen Satz mitnimmst, dann bitte diesen. Schau zuerst auf deine ausgehenden Klicks.
Nur diese Menschen kommen wirklich bei dir an. Sie lesen deinen Text, sie tragen sich in deine Liste ein, sie merken sich deinen Namen. Impressionen tun das nicht.
Ich habe Konten gesehen mit riesigen Impressionszahlen und einer Handvoll Klicks. Und ich habe kleine Konten gesehen, die jeden Monat hunderte Menschen auf ihren Blog holen.
Der Unterschied liegt nie am Zufall. Er liegt daran, ob deine Pins die richtigen Menschen ansprechen. Und ob sie ein Versprechen machen, das zum Klicken bringt.
Deshalb ist der zweite Wert, den ich dir ans Herz lege, das Verhältnis zwischen beiden Zahlen. Wenn deine Impressionen wachsen und deine Klicks mitwachsen, läuft es. Wenn nur die Impressionen wachsen, hast du Reichweite ohne Wirkung.
Beim Pinterest Statistiken verstehen geht es also nicht um möglichst hohe Zahlen. Es geht um das Verhältnis dazwischen.
Drei Muster, die du in deinen Pinterest Statistiken erkennen wirst
Sobald du auf beide Werte gleichzeitig schaust, wird ein Bild sichtbar. Fast jedes Konto zeigt eines von drei Mustern.
Muster 1: viele Impressionen, wenige ausgehende Klicks
Pinterest zeigt deine Pins, aber niemand geht mit. Das ist ein Hinweis auf den Pin selbst.
Entweder verspricht dein Pin-Titel zu wenig. Oder er verrät bereits alles, sodass es keinen Grund mehr zum Klicken gibt.
Die gute Nachricht steckt trotzdem darin. Deine Suchbegriffe funktionieren offenbar, denn du wirst gefunden. Es fehlt nur der letzte Anstoß.
Muster 2: kaum Impressionen, aber gute Klickrate
Wenige Menschen sehen dich. Wer dich aber sieht, klickt.
Das ist eine deutlich bessere Ausgangslage, als sie sich anfühlt. Deine Inhalte treffen ins Schwarze, sie werden nur zu selten ausgespielt.
Hier liegt es fast immer an der Auffindbarkeit. Dein Profil, deine Pinnwände oder deine Pin-Beschreibungen enthalten noch nicht die Worte, nach denen gesucht wird.
Muster 3: beides wächst langsam und gleichmäßig
Das ist der Zustand, den du willst. Er fühlt sich völlig unspektakulär an, und genau deshalb übersehen ihn so viele.
Wenn Impressionen und ausgehende Klicks über mehrere Monate gemeinsam wachsen, arbeitet dein Konto. Du musst dann nichts umbauen. Du musst nur weitermachen.
Sichtbar werden, ohne täglich zu posten
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Wie das in echt aussehen kann
Damit du ein Gefühl für die Größenordnungen bekommst, zeige ich dir Zahlen aus einem eigenen Konto.
Es geht um meinen Foodblog. Dieses Konto ist rund zwölf Monate alt. Und jetzt kommt der Teil, der mich selbst immer wieder überrascht. Ich habe seit fünf Monaten nichts mehr dafür getan. Keine neuen Pins, keine neuen Artikel, nichts.
Aktuell stehen dort 321.253 Impressionen im Monat und 11.825 ausgehende Klicks.
Fast zwölftausend Menschen landen jeden Monat auf einem Blog, um den ich mich ein halbes Jahr lang nicht gekümmert habe.
Ich zeige dir das nicht, um zu beeindrucken. Ich zeige es dir, weil es den größten Unterschied zwischen Pinterest und Instagram sichtbar macht.
Auf Instagram hörst du auf zu posten, und deine Reichweite bricht innerhalb weniger Wochen zusammen. Auf Pinterest arbeiten deine Inhalte weiter. Ein Pin, den du heute erstellst, kann dir in acht Monaten noch Leserinnen bringen.
Genau das macht diesen Weg für dich so wertvoll, wenn du wenig Zeit hast und dich nicht täglich zeigen möchtest. Du baust etwas auf, das bleibt.
Pinterest Statistiken verstehen: wann du erste Ergebnisse siehst
Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird. Ich beantworte sie ehrlich, auch wenn die Antwort unbequem ist.
In den ersten zwei bis vier Wochen passiert wenig. Manchmal fast nichts. Pinterest muss erst herausfinden, worum es bei dir geht und wem deine Inhalte gefallen könnten.
Ab Woche vier bis sechs bewegen sich meist zuerst die Impressionen. Das fühlt sich gut an, ist aber noch kein belastbares Signal.
Die ausgehenden Klicks kommen später. Bei den meisten zwischen dem zweiten und dritten Monat. Erst dann kannst du aus deinen Zahlen wirklich etwas ablesen.
Richtig spannend wird es nach etwa sechs Monaten. Dann greifen deine Pins ineinander, ältere Pins laufen weiter, und dein Konto beginnt zu tragen.
Ich weiß, dass sich das lang anhört. Vor allem, wenn du abends nach dem Kinderbettbringen noch eine halbe Stunde investierst und dir etwas wünschst, das zurückkommt.
Deshalb möchte ich dir einen anderen Maßstab anbieten.
Frag dich nicht nach zwei Wochen, ob deine Zahlen hoch genug sind. Frag dich, ob sie sich in die richtige Richtung bewegen. Vergleiche nicht Tag mit Tag, sondern Monat mit Monat.
Ist dein zweiter Monat besser als dein erster, bist du auf Kurs. Kleine Bewegung in die richtige Richtung schlägt jede große Zahl, die aus dem Nichts kommt.
Der Fehler, den beim Pinterest Statistiken verstehen fast jede macht
Du schaust zu oft hin.
Ich sage das mit sehr viel Verständnis, weil ich es selbst monatelang genauso gemacht habe. Täglich in die Statistiken zu schauen, ist der schnellste Weg, sich selbst zu entmutigen.
Pinterest-Zahlen schwanken. Sie gehen an einem Tag hoch und am nächsten runter, ohne dass du irgendetwas anders gemacht hast. Wer täglich hinschaut, sieht nur dieses Rauschen.
Und wer nur Rauschen sieht, verliert das Vertrauen in die eigene Arbeit.
Der zweite Fehler hängt direkt damit zusammen. Aus einem schwachen Tag werden voreilige Schlüsse gezogen. Das Design wird geändert, die Themen werden gewechselt, die Pinnwände umbenannt. Danach fehlt jede Vergleichbarkeit.
Gib deinen Entscheidungen Zeit, zu wirken. Zahlen brauchen Ruhe, um überhaupt etwas aussagen zu können.
Einmal pro Woche reinschauen reicht völlig. Die eigentliche Auswertung machst du einmal im Monat.
Wenn sich deine Zahlen einfach nicht bewegen
Manchmal passiert wochenlang nichts. Keine Impressionen, keine Klicks, Stillstand.
Dann liegt es fast nie an deinen Pin-Designs. In den allermeisten Fällen liegt es daran, dass Pinterest nicht versteht, worum es bei dir geht.
Pinterest ist eine Suchmaschine. Deine Pins, deine Pinnwände und dein Profil müssen die Worte enthalten, nach denen deine Wunschleserin sucht. Fehlen diese Worte, wirst du schlicht nicht ausgespielt.
Wie du die richtigen Suchbegriffe findest, habe ich dir ausführlich aufgeschrieben. Du erfährst dort auch, wo du sie überall platzieren musst: Pinterest SEO für Anfängerinnen
Lies diesen Artikel unbedingt, bevor du an deinen Designs zweifelst. Die Reihenfolge macht hier den Unterschied.
Was deine Zahlen nicht über dich sagen
Zum Schluss noch etwas, das mir wichtig ist.
Deine Pinterest Statistiken sagen nichts über deinen Wert aus. Nicht über dein Wissen, nicht über deine Disziplin, nicht darüber, ob du gut genug bist.
Sie sagen lediglich, wie gut eine Suchmaschine deine Inhalte gerade einordnen kann. Das ist eine technische Frage und keine persönliche.
Wenn du das nächste Mal abends auf deine Zahlen schaust und dieses flaue Gefühl bekommst, dann erinnere dich bitte daran. Du hast noch nicht versagt. Du bist mitten im Aufbau.
Wie du aus Zahlen endlich eine Richtung machst
Jetzt weißt du, welche Werte es gibt und welcher davon zählt. Die wichtigere Frage kommt aber danach. Was machst du eigentlich mit dem, was du dort siehst?
Zahlen zu lesen ist das eine. Daraus die richtigen Entscheidungen abzuleiten, ist das andere. Dafür brauchst du ein Fundament, das trägt.
Genau dieses Fundament baust du in meinem Mini-Workshop Leise erfolgreich für 39 Euro auf.
Du verstehst darin, wie Pinterest als Suchmaschine wirklich funktioniert. Du richtest dein Profil so ein, dass Pinterest dich sofort einordnen kann. Du erstellst klickstarke Pins mit Canva und KI, und zwar solche, die ausgehende Klicks bringen. Du legst zehn suchoptimierte Pinnwände an. Und du bekommst eine tägliche Routine, die auch an einem vollen Dienstag noch machbar ist.
Danach schaust du nicht mehr ratlos auf deine Statistiken. Du weißt, warum dort steht, was dort steht.
Wenn du ehrlich mit dir bist, hast du schon genug Zeit mit Suchen verbracht. Vielleicht ist jetzt der Moment, es einmal in der richtigen Reihenfolge zu machen.
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Dein nächster Schritt
Öffne heute Abend deine Statistiken. Ignoriere die Impressionen ganz bewusst und suche stattdessen die ausgehenden Klicks.
Schreib dir diese Zahl auf einen Zettel, zusammen mit dem heutigen Datum. In vier Wochen machst du dasselbe noch einmal, um deine Pinterest Statistiken verstehen zu lernen.
Genau so einfach fängt Pinterest Statistiken verstehen an. Dieser Zettel verrät dir mehr über deinen Fortschritt als jeder abendliche Kontrollblick. Und in vielen Fällen zeigt er dir etwas, das du vorher übersehen hast. Dass es längst läuft.