Es ist Sonntagabend, die Kinder schlafen endlich, und du öffnest deine Pinterest-Statistik. Die Impressionen sind gestiegen, sogar richtig deutlich. Dann wechselst du zu deiner Blog-Statistik und schaust auf eine ziemlich einsame Linie. Genau an diesem Punkt fragen sich die meisten Frauen, wie sie eigentlich mehr Klicks auf Pinterest bekommen sollen. Ihre Pins werden doch angeblich schon von so vielen Menschen gesehen.
Ich sage dir vorweg das Wichtigste: Das liegt nicht an dir. Es liegt auch nicht daran, dass dir Disziplin fehlt oder dass du zu spät angefangen hast.
Es liegt an ein paar sehr konkreten Stellschrauben, die dir bisher niemand gezeigt hat. Die guten Nachrichten sind, dass du an jeder einzelnen davon drehen kannst. Lass uns gemeinsam durchgehen, wo es bei dir gerade hakt.
Ich habe monatelang die falsche Zahl gefeiert
Als ich mit Pinterest angefangen habe, hing ich fast täglich in meiner Statistik. Die Impressionen kletterten Woche für Woche nach oben. Ich habe Screenshots gemacht und mich ehrlich darüber gefreut.
Was ich in dieser Zeit fast nie angeschaut habe, war meine Blog-Statistik. Als ich es dann doch getan habe, wurde mir ziemlich flau im Magen. Da kamen ein paar versprengte Menschen pro Tag an, mehr passierte nicht.
Ich hatte monatelang die falsche Zahl gefeiert. Eine Impression bedeutet nämlich nur, dass dein Pin irgendwo im Feed aufgetaucht ist. Ob jemand tatsächlich stehen bleibt und klickt, ist eine völlig andere Geschichte.
Dieser Moment war unangenehm, aber rückblickend war er mein Wendepunkt. Ab da habe ich mir angeschaut, was zwischen „gesehen werden“ und „geklickt werden“ eigentlich passiert. Und genau dort verstecken sich die Gründe, warum dein Profil aktuell keine Klicks bringt.
Sichtbarkeit ist noch lange kein Klick
Stell dir Pinterest wie ein riesiges Regal im Supermarkt vor. Deine Impressionen sagen dir nur, wie oft dein Produkt im Regal stand. Sie sagen dir nichts darüber, ob jemand danach gegriffen hat.
Zwischen dem Regal und dem Einkaufswagen liegt eine Entscheidung. Diese Entscheidung trifft deine Leserin in weniger als einer Sekunde. In dieser Sekunde muss sie erkennen, dass du genau ihr Problem löst.
Wenn diese Sekunde nicht funktioniert, hilft dir keine noch so hohe Reichweite. Deshalb bringen dir mehr Pins allein auch keine besseren Ergebnisse. Du brauchst stattdessen Pins, die eine klare Erwartung wecken.
Die folgenden sechs Gründe sind die, die mir in der Praxis am häufigsten begegnen. Meistens sind es sogar mehrere gleichzeitig. Sei also bitte nicht streng mit dir, wenn du dich in fast allen wiederfindest.
Sichtbar werden, ohne täglich zu posten
Kein Instagram, keine DMs, kein Privatleben online. Im Mini-Workshop verstehst du endlich, wie Pinterest funktioniert und setzt Profil, Boards und deine ersten Pins direkt mit um. Danach hast du eine Routine, die neben Job und Familie wirklich funktioniert.
Grund 1: Dein Profil verrät nicht, für wen du da bist
Deine Leserin sieht deinen Pin und wird neugierig. Bevor sie klickt, wirft sie oft noch einen Blick auf dein Profil. Sie will wissen, ob du zu ihr passt.
Was sie dort findet, entscheidet mit über den Klick. Steht bei dir nur dein Name und ein Satz über deine Liebe zu Kaffee, weiß sie nicht, was sie erwartet. Steht dort dagegen klar, für wen du schreibst und wobei du hilfst, entsteht Vertrauen.
Vertrauen ist auf Pinterest die eigentliche Währung. Niemand klickt auf einen Link, wenn im Hintergrund alles beliebig wirkt. Gerade wenn du deine Leserin auf deinen Blog holen willst, muss dein Profil diese Frage beantworten.
So prüfst du dein Profil in fünf Minuten
Öffne dein Profil einmal auf dem Handy und lies es wie eine Fremde. Frage dich dabei ganz nüchtern, ob du selbst klicken würdest. Wenn du zögerst, hast du deine erste Baustelle gefunden.
Achte besonders auf deinen Profilnamen und deine Beschreibung. Beide Felder werden auf Pinterest durchsucht und sind gleichzeitig dein erster Eindruck. Sie müssen also zwei Aufgaben auf einmal erfüllen.
Grund 2: Deine Pins werden schlicht nicht gefunden
Pinterest ist keine Social-Media-Plattform, sondern eine Suchmaschine. Menschen kommen mit einer konkreten Frage im Kopf dorthin. Sie tippen etwas ein und wollen eine Antwort.
Wenn deine Pins keine Wörter enthalten, nach denen jemand sucht, tauchst du in den Ergebnissen nicht auf. Dann bekommst du zwar Impressionen im Feed, aber kaum gezielte Besucherinnen. Und genau diese gezielten Besucherinnen sind die, die tatsächlich klicken.
Viele Frauen beschreiben ihre Pins so, wie sie selbst denken. Deine Leserin sucht aber mit ihren eigenen Worten. Zwischen diesen beiden Sprachen liegt oft eine ganze Welt.
Ein Beispiel dazu: Du nennst dein Angebot vielleicht „Sichtbarkeitsstrategie“. Deine Leserin tippt dagegen „endlich Kunden finden ohne Instagram“ ein. Solange ihr aneinander vorbeiredet, findet sie dich nicht.
Wie du die richtigen Suchbegriffe für dich findest, habe ich dir im Artikel Pinterest SEO für Anfänger ausführlich erklärt. Lies ihn dir in Ruhe durch, wenn du an diesem Punkt hängst. Er ist die Grundlage für alles, was danach kommt.
Grund 3: Dein Pin beantwortet die Frage schon selbst
Hier wird es interessant, weil dieser Fehler aus einer guten Absicht entsteht. Du möchtest hilfreich sein und packst deshalb möglichst viel Information auf deinen Pin. Am Ende steht dort die komplette Antwort.
Deine Leserin liest, nickt zufrieden und scrollt weiter. Sie hat bekommen, was sie wollte, ohne deine Seite je zu sehen. Dein Pin hat seine Arbeit also gegen dich gemacht.
Ein guter Pin macht neugierig, statt zu erschöpfen. Er benennt das Problem und deutet die Lösung nur an. Den Rest bekommt deine Leserin auf deinem Blog.
Schau dir deine letzten zehn Pins einmal daraufhin an. Verrätst du dort schon alles? Dann hast du wahrscheinlich einen der größten Hebel für mehr Klicks auf Pinterest direkt vor der Nase.
Grund 4: Deine Boards führen in die falsche Richtung
Deine Pinnwände sind kein Ordnungssystem für dich selbst. Sie sind ein Signal an Pinterest, worum es bei dir geht. Passen sie nicht zu deinem Thema, wird dein Profil falsch eingeordnet.
Ich sehe das immer wieder bei Frauen, die ihr privates Konto weiterverwenden. Zwischen Businessthemen liegen dann Rezepte, Urlaubsziele und Wohnideen. Pinterest bekommt dadurch ein sehr widersprüchliches Bild von dir.
Die Folge ist ärgerlich und leise zugleich. Deine Pins landen bei Menschen, die sich für etwas ganz anderes interessieren. Diese Menschen sehen dich, aber sie klicken nicht.
Deine Boards sollten deine Themen sauber abbilden. Jede einzelne Pinnwand braucht dabei einen Namen, den auch jemand anderes suchen würde. Kreative Fantasienamen sehen hübsch aus und bringen dir trotzdem nichts.
Grund 5: Hinter dem Pin wartet nicht das, was du versprochen hast
Manchmal stimmt der Pin sogar. Die Frau klickt, landet auf deiner Seite und findet dort etwas anderes vor. Vielleicht war der Titel zugespitzt oder der Artikel geht in eine andere Richtung.
Sie klickt zurück, oft nach wenigen Sekunden. Pinterest merkt sich dieses Verhalten und zeigt deinen Pin danach seltener. So verlierst du gleich zweimal.
Achte deshalb darauf, dass Pin und Zielseite dieselbe Sprache sprechen. Das Versprechen auf deinem Pin muss oben auf deiner Seite wieder auftauchen. Diese kleine Brücke wird erstaunlich oft vergessen.
Prüfe außerdem, wie deine Seite auf dem Handy aussieht. Über neunzig Prozent deiner Besucherinnen kommen über ihr Smartphone. Lädt die Seite langsam oder springt das Layout, ist deine Leserin schneller weg, als dir lieb ist.
Grund 6: Dein Profil kommt nie in einen echten Rhythmus
Pinterest belohnt Verlässlichkeit mehr als große Aktionen. Ein Wochenende, an dem du dreißig Pins hochlädst, bringt dir weniger als tägliche Kontinuität. Danach passiert bei dir wochenlang nichts, und der Schwung ist wieder weg.
Ich weiß, wie sich das anfühlt. Zwischen Job, Kindern und Haushalt ist Kontinuität ein großes Wort. Genau deshalb darf deine Routine auch klein sein.
Wichtig ist nur, dass sie überhaupt stattfindet. Zwanzig ruhige Minuten an fünf Tagen schlagen einen hektischen Marathon am Sonntag. Deine Ergebnisse wachsen dann langsam, dafür aber stetig.
Und ehrlich gesagt ist das einer der Gründe, warum Pinterest so gut zu dir passt. Du musst nicht ständig präsent sein. Deine Pins arbeiten auch dann weiter, wenn du längst im Bett liegst.
Sichtbar werden, ohne dich zu zeigen: Dein Pinterest-Profil in 3 Schritten
Du willst online sichtbar werden, aber Instagram und DMs sind nicht dein Weg? In diesem 0,-€ Guide richtest du dein Pinterest-Profil Schritt für Schritt ein — bis dein erster Pin online ist.
Die eine Zahl, auf die du ab jetzt schaust
Weil ich dir eben von meiner eigenen Zahlen-Falle erzählt habe, möchte ich dir noch etwas Praktisches mitgeben. In deiner Pinterest-Statistik gibt es nämlich eine Kennzahl, die tatsächlich zählt. Sie heißt bei Pinterest „Ausgehende Klicks“.
Diese Zahl sagt dir, wie viele Menschen deinen Pin verlassen und auf deiner Seite gelandet sind. Alles andere ist nett anzusehen und ändert nichts an deinem Business. Impressionen zahlen keine Rechnungen.
Setz dir also einmal pro Woche zehn Minuten in den Kalender. Notiere dir in dieser Zeit nur diese eine Zahl. Nach vier Wochen siehst du zum ersten Mal eine Entwicklung statt einer Momentaufnahme.
Erwarte dabei bitte keine Sprünge über Nacht. Pinterest braucht bei neuen Profilen oft zwei bis drei Monate, bis sich etwas bewegt. Deine Pins bleiben dafür aber jahrelang auffindbar.
Genau darin liegt der Unterschied zu Instagram. Dort ist dein Beitrag nach ein paar Stunden verschwunden. Auf Pinterest bringt dir ein guter Pin auch noch im nächsten Jahr Besucherinnen.
Wenn du diese Zahl langsam steigen siehst, verändert das etwas in dir. Du hörst auf zu raten und fängst an zu wissen, was funktioniert. Ab diesem Moment arbeitest du an mehr Klicks auf Pinterest, statt nur zu hoffen.
Der Gedanke, der dich am meisten ausbremst
Es gibt einen Satz, den ich immer wieder höre. Er lautet sinngemäß, dass man erst mehr Follower braucht, bevor überhaupt jemand klickt. Dieser Satz stimmt auf Pinterest schlicht nicht.
Pinterest zeigt deine Pins Menschen, die gerade nach deinem Thema suchen. Ob dir dabei zwölf oder zwölftausend Leute folgen, spielt fast keine Rolle. Entscheidend ist, ob dein Pin zur Suchanfrage passt.
Ich habe schon Profile mit dreistelliger Followerzahl gesehen, die konstant Besucherinnen auf ihren Blog holen. Und ich habe große Profile gesehen, bei denen kaum etwas ankommt. Der Unterschied lag nie an der Anzahl der Follower.
Falls dich bisher der Gedanke gebremst hat, du seist noch zu klein, darfst du ihn also gehen lassen. Dein Start ist nicht dein Nachteil. Er ist nur der Punkt, an dem du gerade stehst.
Was du diese Woche für mehr Klicks auf Pinterest tun kannst
Ich möchte dich nicht mit einer langen Liste zurücklassen. Such dir stattdessen einen einzigen Punkt aus und setz ihn um. Erfolgserlebnisse entstehen durch Abschlüsse, nicht durch Vorhaben.
Wenn du gar nicht weißt, wo du anfangen sollst, nimm dein Profil. Es ist die Basis für alles Weitere und in einer Stunde überarbeitet. Schreibe deine Beschreibung so, dass deine Leserin sich sofort erkennt.
Danach nimmst du dir deine fünf meistgesehenen Pins vor. Schau nach, ob sie neugierig machen oder schon alles verraten. Baue anschließend jeweils eine neue Version davon, die eine Frage offen lässt.
Als dritten Schritt gehst du deine Pinnwände durch. Alles, was nicht zu deinem Thema gehört, wandert auf privat. Dein Profil wird dadurch schmaler und für Pinterest deutlich klarer.
Diese drei Dinge kosten dich zusammen vielleicht drei Abende. Sie sind die Grundlage dafür, dass alles Weitere überhaupt greifen kann. Ohne sie schaufelst du Reichweite in ein Profil, das sie nicht in Klicks verwandeln kann.
Mehr Klicks auf Pinterest bekommst du nicht durch mehr Aufwand
Das ist der Punkt, an dem die meisten Frauen aufgeben wollen. Sie erhöhen ihr Tempo, pinnen doppelt so viel und werden trotzdem nicht belohnt. Danach folgt der bekannte Gedanke, dass es bei allen anderen wohl besser läuft.
Ich sage dir ganz klar: Die anderen arbeiten nicht mehr, sie arbeiten anders. Sie haben ein Profil, das Vertrauen schafft, und Pins, die neugierig machen. Ihre Boards zeigen Pinterest sauber, worum es geht.
Das ist kein Talent, sondern eine Reihenfolge. Wer diese Reihenfolge kennt, kommt mit erstaunlich wenig Zeit aus. Wer sie nicht kennt, arbeitet gegen die Plattform statt mit ihr.
Deshalb geht es bei mehr Klicks auf Pinterest nie um mehr Fleiß. Es geht darum, an den richtigen drei oder vier Stellen zu ziehen. Alles andere kannst du getrost weglassen.
Dein nächster Schritt zu mehr Klicks auf Pinterest
Wenn du beim Lesen an mehreren Stellen genickt hast, brauchst du keine weitere Liste mit Tipps. Du brauchst eine Reihenfolge, die du an einem ruhigen Abend durchgehen kannst.
Genau dafür habe ich meinen Mini-Workshop Leise erfolgreich gemacht. Darin richtest du dein Profil so ein, dass Pinterest dich versteht und deine Leserin dir vertraut. Du lernst außerdem, wie du mit Canva und KI Pins baust, die zum Klicken einladen.
Wir bauen gemeinsam zehn Pinnwände auf, die zu deinem Thema passen. Am Ende hast du eine tägliche Routine, die in dein echtes Leben passt. Für neununddreißig Euro und einen Abend deiner Zeit.
Du bekommst darin kein weiteres Wissen zum Sammeln. Du bekommst ein Profil, das danach anders arbeitet als vorher.
Zum Schluss möchte ich dir noch etwas sagen
Dass dein Profil gerade keine Klicks bringt, sagt nichts über dich aus. Es sagt nur, dass ein paar Bausteine noch nicht ineinandergreifen. Das ist reparierbar, und zwar ohne dass du dich verbiegen musst.
Du musst dafür nicht lauter werden. Du musst dein Gesicht nicht in die Kamera halten und keine fremden Menschen anschreiben. Du brauchst ein Profil, das für dich arbeitet, während du ganz andere Dinge tust.
Fang mit einem einzigen Punkt aus diesem Artikel an. Schreib dir auf, was du verändert hast, und schau in vier Wochen wieder hin. Genau so entstehen die kleinen Erfolge, die dich weitermachen lassen.