Pinterest ohne Blog nutzen: So startest du, bevor deine Website steht

Ein Satz taucht bei diesem Thema immer wieder auf: „Ich starte mit Pinterest, sobald mein Blog steht.“ Das klingt nach einem vernünftigen Plan. In Wahrheit ist es der Grund, warum viele Frauen monatelang unsichtbar bleiben. Pinterest ohne Blog ist nämlich kein Notbehelf, sondern ein ganz normaler Startpunkt.

Für den Anfang brauchst du keine fertige Website. Was du brauchst, ist ein Ort im Netz, an den du Menschen schicken kannst. Zwischen diesen beiden Dingen liegt ein riesiger Unterschied.

In diesem Artikel bekommst du drei Dinge. Du erfährst, warum Pinterest ohne eigenen Blog überhaupt funktioniert. Danach zeige ich dir konkrete Alternativen für deine Pin-Ziele. Und am Ende beantworte ich ehrlich die Frage, ob du damit auch Geld verdienen kannst.

Warum sich der Gedanke „erst der Blog, dann Pinterest“ so hartnäckig hält

Die Logik dahinter wirkt auf den ersten Blick schlüssig. Ein Pin verlinkt auf eine Seite, also brauchst du eine Seite. Bis hierhin stimmt der Gedanke auch.

Der Denkfehler steckt in einem einzigen Wort: Blog. Pinterest ist es völlig egal, ob dein Ziel ein Blogartikel ist. Für Pinterest zählt nur, ob die Seite hält, was dein Pin verspricht.

Dazu kommt noch etwas anderes. Überall liest du, dass du erst eine fertige Marke brauchst, bevor du dich zeigen darfst. Logo, Farben, Website, Über-mich-Seite, am liebsten alles gleichzeitig. Diese Reihenfolge klingt professionell und fühlt sich sicher an.

Sicher fühlt sie sich vor allem deshalb an, weil du dabei nichts riskierst. Solange nichts online ist, kann auch nichts danebengehen. Wenn du bereits Geld in Kurse gesteckt hast, ohne die versprochenen Ergebnisse zu sehen, ist dieser Schutzreflex mehr als verständlich.

Nur bringt er dich leider keinen Schritt weiter.

Ich wollte auch erst alles perfekt fertig haben

Ich habe genau diesen Fehler gemacht. Bevor mein erster Pin online ging, sollte alles stehen. Die Website, die Farben, die Schriftarten, dazu mindestens zehn fertige Blogartikel.

Wochenlang habe ich an Details herumgeschraubt, die am Ende kein Mensch bemerkt hat. Texte umgestellt, Bilder ausgetauscht, Menüpunkte sortiert. Es fühlte sich nach echter Arbeit an, und irgendwie war es das ja auch.

Nur hat mich diese Arbeit keiner einzigen Leserin nähergebracht.

Als ich dann endlich losgelegt habe, kam die Ernüchterung. Pinterest braucht Anlaufzeit, und die hatte ich mir selbst weggenommen. Meine ersten Pins hätten längst für mich arbeiten können, während ich noch Farbpaletten verglichen habe.

Heute sehe ich das anders. Der beste Startzeitpunkt liegt immer vor dem Moment, in dem du dich wirklich bereit fühlst.

Pinterest ohne Blog funktioniert, weil Pinterest eine Suchmaschine ist

Hier liegt der eigentliche Kern der Sache. Pinterest ist keine Social-Media-Plattform, sondern eine visuelle Suchmaschine. Menschen kommen mit einer konkreten Frage dorthin und suchen nach einer Lösung.

Dein Pin ist in diesem Moment nichts anderes als ein Suchergebnis. Er muss zu einer Seite führen, die diese Frage beantwortet. Ob dahinter ein Blogartikel, eine Anmeldeseite oder ein Produkt liegt, spielt für Pinterest keine Rolle.

Warum dieser Unterschied so viel verändert, habe ich hier ausführlich aufgeschrieben: Pinterest ist keine Social-Media-Plattform

Auf Instagram brauchst du Reichweite, damit dich überhaupt jemand sieht. Bei Pinterest brauchst du das passende Suchwort. Genau deshalb funktioniert Pinterest ohne Blog auch dann, wenn dir noch keine einzige Person folgt.

Deine Pins werden nicht deshalb gefunden, weil du bekannt bist. Sie werden gefunden, weil jemand nach genau dem sucht, was du anbietest.

Sichtbar werden, ohne dich zu zeigen: Dein Pinterest-Profil in 3 Schritten

Du willst online sichtbar werden, aber Instagram und DMs sind nicht dein Weg? In diesem 0,-€ Guide richtest du dein Pinterest-Profil Schritt für Schritt ein — bis dein erster Pin online ist.

Wohin deine Pins führen können, wenn du noch keinen Blog hast

Jetzt wird es praktisch. Du brauchst ein Ziel für deine Pins, und dafür gibt es mehr Möglichkeiten, als du vermutlich denkst.

Deine Leadmagnet-Seite als Ziel

Das ist meine Lieblingsvariante für den Start. Du baust eine einzige Seite, auf der sich Menschen für deinen kostenlosen Leadmagneten eintragen können. Eine Checkliste, eine Vorlage oder ein kurzer Guide reichen völlig aus.

Solche Seiten erstellst du direkt in deinem E-Mail-Tool, zum Beispiel bei Brevo, MailerLite oder Kit. Meistens ist das an einem ruhigen Nachmittag erledigt. Danach hast du ein Ziel für deine Pins und sammelst nebenbei E-Mail-Adressen.

Der Vorteil liegt auf der Hand. Jede Anmeldung gehört dir, unabhängig von Algorithmen und Plattformen.

Deine Verkaufsseite als Ziel

Hast du bereits ein digitales Produkt, kannst du direkt darauf verlinken. Besonders gut klappt das bei günstigen Einstiegsangeboten. Vorlagen, Planer, Checklisten und kleine Workshops verkaufen sich über Pinterest erstaunlich zuverlässig.

Wichtig ist dabei die Machart deines Pins. Er sollte nicht wie klassische Werbung wirken, sondern ein Problem ansprechen und eine Lösung andeuten.

Dein Shop als Ziel

Verkaufst du über Etsy, Digistore24, ablefy oder einen eigenen kleinen Shop, hast du dein Ziel bereits fertig. Jede Produktseite ist ein möglicher Landeplatz für einen Pin.

Viele Frauen im DACH-Raum verkaufen so digitale Downloads, ohne jemals einen Blogartikel geschrieben zu haben. Der Weg ist kurz und funktioniert trotzdem.

Deine Angebotsseite als Dienstleisterin

Bietest du eine Dienstleistung an, brauchst du ebenfalls keinen Blog. Eine einzelne Seite mit deinem Angebot reicht für den Anfang.

Darauf gehört, was du machst, für wen du es machst und wie man dich erreicht. Mehr braucht es zum Start wirklich nicht.

Videos und Podcast-Folgen als Ziel

Auch Inhalte auf anderen Plattformen sind erlaubte Pin-Ziele. Ein YouTube-Video oder eine Podcast-Folge funktioniert genauso gut wie ein Artikel.

Für introvertierte Frauen ist das oft die angenehmere Variante. Du zeigst dein Wissen, ohne dich täglich in Storys zu zeigen.

Ein Gastartikel bei einer anderen Frau

Diese Möglichkeit übersehen viele. Schreibst du einen Gastartikel für einen fremden Blog, darfst du in der Regel darauf verlinken.

Der Artikel liegt zwar nicht auf deiner Seite, dein Name steht aber darunter. Du sammelst erste Erfahrungen im Schreiben und hast sofort ein hochwertiges Ziel für deine Pins.

Sprich dazu einfach eine Bloggerin an, deren Thema zu deinem passt. Viele freuen sich über gute Beiträge, weil ihnen selbst die Zeit fehlt.

Eine Sammelseite mit allen Links

Diese Möglichkeit nenne ich dir der Vollständigkeit halber. Du kannst deine Pins auf eine Seite mit mehreren Links führen, ähnlich wie bei Instagram.

Ehrlich gesagt ist das die schwächste Variante. Deine Besucherin muss sich erneut entscheiden, und viele springen genau an dieser Stelle ab. Als Übergangslösung ist es okay, als Dauerlösung nicht.

Was du besser sein lässt

Zwei Dinge bremsen dich aus. Pins ohne Link bringen dir keine Besucherinnen, sondern bestenfalls ein gutes Gefühl.

Genauso wenig hilft es, ausschließlich fremde Inhalte zu pinnen. Damit baust du die Sichtbarkeit anderer auf, nicht deine eigene.

Sichtbar werden, ohne täglich zu posten

Kein Instagram, keine DMs, kein Privatleben online. Im Mini-Workshop verstehst du endlich, wie Pinterest funktioniert und setzt Profil, Boards und deine ersten Pins direkt mit um. Danach hast du eine Routine, die neben Job und Familie wirklich funktioniert.

Kannst du mit Pinterest ohne Blog wirklich Geld verdienen?

Diese Frage stellst du dir vermutlich schon die ganze Zeit. Die kurze Antwort lautet: ja, aber nicht über Nacht.

Es gibt im Grunde zwei Wege, und beide funktionieren auch ohne Website.

Der direkte Weg über dein Produkt

Beim ersten Weg führt dein Pin direkt zu deinem Angebot. Jemand sucht nach einer Lösung, findet deinen Pin und landet auf deiner Verkaufsseite.

Dieser Weg funktioniert vor allem bei günstigen Produkten unter fünfzig Euro. Bei höheren Preisen brauchen Menschen mehr Zeit und mehr Vertrauen.

Der Weg über deine E-Mail-Liste

Der zweite Weg dauert etwas länger und trägt dafür deutlich weiter. Dein Pin führt zu deinem kostenlosen Angebot, und die Interessentin trägt sich ein.

Ab diesem Moment schreibst du ihr direkt ins Postfach. Du zeigst dein Wissen, beantwortest ihre Fragen und stellst irgendwann dein Produkt vor.

Genau hier liegt der große Unterschied zu Instagram. Deine E-Mail-Liste gehört dir und verschwindet nicht, wenn eine Plattform ihre Regeln ändert.

Wie lange das dauert

An dieser Stelle möchte ich ehrlich mit dir sein. Pinterest ist kein Kanal für schnelle Ergebnisse in der ersten Woche.

Die ersten Klicks kommen bei den meisten nach einigen Wochen. Richtig spürbar wird es oft nach zwei bis drei Monaten. Dafür arbeiten deine Pins danach weiter, ohne dass du täglich etwas Neues produzieren musst.

Was du zuerst aufbaust, wenn du Pinterest ohne Blog nutzt

Auch ohne Website brauchst du ein Fundament. Vier Bausteine sind dabei entscheidend.

Ein Profil, das gefunden wird

Dein Profil ist deine Startseite auf Pinterest. Name, Beschreibung und Kategorie entscheiden mit darüber, ob Pinterest dich überhaupt richtig einsortiert.

Viele Frauen tragen hier ihren Firmennamen ein und wundern sich über fehlende Reichweite. Pinterest kennt deinen Firmennamen aber nicht. Pinterest kennt nur die Wörter, nach denen Menschen suchen.

Wie du dein Profil von Anfang an richtig aufsetzt, habe ich dir in einem kostenlosen Guide zusammengeschrieben: Pinterest-Profil richtig erstellen

Boards mit klarer Struktur

Deine Pinnwände sind die Regale deines Profils. Jede Pinnwand steht für ein Thema, zu dem du gefunden werden willst.

Wichtig ist, dass du dich auf deine Themen beschränkst. Eine Pinnwand mit Rezepten passt nicht zu einem Profil über Onlinebusiness, auch wenn die Rezepte großartig sind.

Pins, die tatsächlich geklickt werden

Ein guter Pin verspricht etwas Konkretes. Er zeigt in wenigen Worten, was die Besucherin auf der Zielseite bekommt.

Gestalten kannst du deine Pins kostenlos mit Canva. Mit ein wenig Unterstützung durch KI geht das inzwischen erstaunlich schnell.

Eine Routine, die in deinen Alltag passt

Der letzte Baustein ist der wichtigste. Pinterest funktioniert über Regelmäßigkeit, nicht über Stundenlanges Arbeiten am Wochenende.

Zwanzig Minuten am Abend reichen völlig aus, wenn du weißt, was in diesen zwanzig Minuten passieren soll. Genau daran scheitern die meisten, weil ihnen die Reihenfolge fehlt.

Drei Einwände, die mir zu Pinterest ohne Blog immer wieder begegnen

Vermutlich meldet sich beim Lesen schon eine leise Stimme in dir. Drei Sätze höre ich dabei besonders oft.

„Ich habe doch noch gar kein Produkt“

Das ist völlig in Ordnung und sogar der Normalfall. Ein Produkt brauchst du für den Start nicht.

Beginne stattdessen mit einem kleinen kostenlosen Angebot. Eine Checkliste zu dem Thema, in dem du dich auskennst, reicht vollkommen aus. Damit sammelst du E-Mail-Adressen und lernst gleichzeitig, was deine Leserinnen wirklich beschäftigt.

Genau daraus entsteht später dein erstes Produkt. Du rätst dann nicht mehr, sondern weißt es.

„Mir fehlt die Zeit dafür“

Diesen Einwand nehme ich sehr ernst, denn dein Tag ist wirklich voll. Zwischen Job, Kindern und Haushalt bleiben abends selten mehr als ein oder zwei Stunden.

Pinterest passt trotzdem hinein. Der Kanal verlangt keine Live-Präsenz und keine Reaktionszeit. Niemand erwartet, dass du innerhalb von zwei Stunden auf einen Kommentar antwortest.

Du planst deine Pins vor und arbeitest in kleinen Blöcken. Zwanzig Minuten an fünf Abenden bringen dir mehr als ein hektischer Sonntag im Monat.

„Das ist mir technisch zu kompliziert“

Für Pinterest ohne Blog brauchst du erstaunlich wenig Technik. Ein kostenloses Business-Konto bei Pinterest, ein Canva-Zugang und ein E-Mail-Tool genügen.

Alle drei kannst du kostenlos starten. Keines davon verlangt Programmierkenntnisse oder eine eigene Domain.

Der schwierigste Teil ist nicht die Technik, sondern die Reihenfolge. Wenn du weißt, was zuerst kommt, ist der Rest überraschend unspektakulär.

Der Fehler, der dich mehr kostet als eine unfertige Website

Zurück zum Anfang dieses Artikels. Der teuerste Fehler ist nicht ein Profil, das noch nicht perfekt aussieht.

Der teuerste Fehler ist das Warten.

Pinterest belohnt Inhalte, die schon eine Weile da sind. Ein Pin von heute kann in sechs Monaten immer noch Besucherinnen bringen. Auf Instagram ist ein Beitrag nach drei Tagen praktisch verschwunden.

Jede Woche, in der du auf deinen fertigen Blog wartest, ist eine Woche ohne diesen Zinseszins. Deine Website kannst du in vier Wochen immer noch überarbeiten. Die vier Wochen Anlaufzeit bekommst du dagegen nicht zurück.

Und wenn später doch ein Blog dazukommt?

Dann geht dir nichts verloren, wirklich gar nichts.

Dein Profil bleibt, deine Pinnwände bleiben, deine Suchwörter bleiben. Du bekommst schlicht ein weiteres Ziel für deine Pins dazu.

Der Unterschied ist sogar richtig angenehm. Du startest deinen Blog dann nicht bei null, sondern mit einem Pinterest-Konto, das bereits läuft.

Viele Frauen gehen genau diesen Weg. Erst Pinterest ohne Blog, dann die ersten Artikel, und irgendwann wächst daraus ein echtes Onlinebusiness.

Dein nächster Schritt

Falls du jetzt Lust bekommen hast anzufangen, mach es dir leicht.

Hol dir zuerst meinen kostenlosen Guide für dein Pinterest-Profil. Darin zeige ich dir, wie du dein Profil so einrichtest, dass Pinterest dich richtig einordnet: Pinterest-Profil richtig erstellen

Wenn du danach den kompletten Start gehen willst, ist mein Mini-Workshop Leise erfolgreich für dich gemacht. Für 39 Euro bekommst du das gesamte Fundament in einem Rutsch.

Du verstehst, wie Pinterest wirklich funktioniert. Du richtest dein SEO-optimiertes Profil ein und erstellst zehn passende Pinnwände. Außerdem lernst du, wie klickstarke Pins mit Canva und KI entstehen. Am Ende hast du eine tägliche Routine, die auch mit Job und Familie funktioniert.

Zum Mini-Workshop Leise erfolgreich

Du brauchst dafür keinen Blog, keine große Website und keine perfekte Marke. Du brauchst nur einen Anfang, und den kannst du heute Abend machen.

Alles Liebe, Bella

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Oh hi!

Ich bin Bella.

Zwei Jahre lang habe ich abends nach der Arbeit auf Instagram gepostet mit Kind, mit Vollzeitjob und ohne nennenswertes Ergebnis. Heute verdiene ich mein Geld mit Blogs und Pinterest und zeige dir hier, wie das auch ohne Social Media geht.

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